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Aktivurlaub auf Sizilien

Italiens südlichste Insel bietet mit der hügeligen Landschaft und abwechslungsreichen Küstenabschnitten vielfältige Möglichkeiten, den Urlaub in der Natur aktiv zu gestalten. Mehrere Nationalparks und zahlreiche Naturschutzgebiete laden dazu ein, Flora und Fauna zu erkunden.

AktivurlaubDas besonders klare Wasser an Nord- und Ostküste sorgt für beste Bedingungen für Schnorchler und Taucher; in der schroffen Landschaft finden sich viele Wander- und  Trekkingstrecken mit unterschiedlichem Schwierigkeitsprofil und zur kalten Jahreszeit ist auf dem Ätna sogar Wintersport möglich.
Sizilien überzeugt vor allem mit seinen grossen Gegensätzen und Extremen: Schroffe, von glühender Lava des Ätna geformte Landschaften treffen auf die mediterranen Küstenstreifen mit üppiger Vegetation. Neben den heissen, trockenen Sommermonaten an den südlichen Meeresufern herrscht im gebirgigen Landesinneren eher ein kühleres, gemässigteres Klima. Beste Voraussetzungen für abwechslungsreiche und spannende Freizeitaktivitäten!

Velofahren und Mountainbiken
Für Rennradfahrer ist im Mittelmeerraum vor allem Mallorca als Reiseziel bekannt. Dabei bietet Sizilien – sieben Mal grösser als die spanische Insel – eine viel grössere Auswahl unterschiedlicher Strecken und ist dabei bisher vom Massentourismus noch verschont geblieben.

Der hügelige, nur leicht bergige Südosten wartet mit den besten Routen für Strassenfahrer auf. Viele Kilometer asphaltierter Nebenstrassen führen durch die uralte Kulturlandschaft. Wer dabei die Küste nicht aus den Augen verliert, kann sich während oder nach der Tour bei einem Bad im Mittelmeer von den Strapazen erholen.

An der Ostküste stehen rund um den 3‘323 Meter hohen Ätna verschiedene Bergetappen zur Auswahl. Zwei Höhenstrassen durch die spektakuläre Lavalandschaft führen bis auf 1‘900 Meter auf den Vulkan. Hier führen regelmässig auch Teilstrecken im Rahmen des Giro d’Italia entlang.
Für Mountainbiker sind in den grösseren Naturparks mehrere Fahrwege und Trails ausgezeichnet. Ein besonderes Plus der Insel ist, dass von einem Standort aus jeweils mehrere Auswahlmöglichkeiten an Fahrstrecken auch mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad zur Verfügung stehen.

Reisetipp!

  • Mit dem Tourenrad lässt sich der Aktivurlaub gut mit Sightseeing verbinden. Wer die Insel auf dem Velo erkundet, kann die spektakulären Panoramablicke in der hügeligen Natur mit Abstechern zu den kulturellen Highlights des Landes kombinieren.

Trekking und Laufen

In seinen zahlreichen Naturparks zeigt sich Sizilien von seiner schönsten Seite. Beim Wandern oder Joggen lässt sich die vielfältige Natur dabei am besten kennenlernen. Die günstigste Reisezeit dabei ist zwischen Mitte März bis Mitte Juni und Mitte September bis Mitte November. Für die höher gelegenen Regionen sind dagegen eher die wärmeren Monate von Mitte Mai bis Mitte November empfehlenswert. 

Aktivurlaub -sizilienAuf den flacheren Routen entlang der Küste entfaltet die mediterrane Pflanzenwelt ihre ganze Schönheit. Neben dem Ätna sind vor allem die Touren im sizilianischen Apennin mit dem Monti Peloritani, dem Parco di Nebrodi und die Gebirgskette der Madonie für alle geeignet, die lieber in den höheren Regionen unterwegs sind. Zwischendrin erstrecken sich oft canyonartige Landstriche, die nicht weniger attraktive Wanderwege aufweisen.
Nicht nur die Teilnehmer des Messina-Marathons sind von der abwechslungsreichen Natur angetan. Die Insel lockt zahlreiche Sportbegeisterte, die auf den Trekkingrouten beste Bedingungen zu einem vielfältigen Lauftraining vorfinden. Unterschiedliche Höhenprofile und Streckenlängen haben für jeden Lauftyp etwas zu bieten. Gezieltes Training ist möglich, aber auch wer einfach Spass an der Bewegung in freier Natur hat kommt auf seine Kosten. Die sportliche Betätigung wird so im Urlaub zum absoluten Erlebnis.

 

Schnorcheln und Tauchen Sizilien -aktivurlaub

Einige Küstenregionen Siziliens zählen zu den besten Schnorchel- und Tauchregionen in Europa. Auch zahlreiche Gebiete am Wasser sind dabei als Naturschutzgebiete ausgewiesen.

Cefalú:
Diese Stadt an der Nordküste der Insel liegt am Fusse eines steil abfallenden Kalkfelsens. Die Kalura-Bucht mit dem Hausriff vor der Küste ist gut für Schnorchler und Wiedereinsteiger beim Tauchen geeignet und wartet mit einer faszinierenden Tierwelt auf. Einmalig sind die Überreste einer römischen Hafenanlage, die unter Wasser erkundet werden können.

Ustica:
Diese Vulkaninsel befindet sich einige Kilometer nördlich der Küste vor Palermo. Seitdem das Gebiet rund herum zum Naturschutzgebiet erklärt wurde konnte sich die üppige Flora und Fauna ungehemmt entfalten. Pulsierende Schwärme kleiner Meerbrassen und grössere Raubfische wie Barrakudas und Zackenbarsche lassen sich hier aus nächster Nähe betrachten.

Taormina:
Diese Tauchregion an der Ostküste hat durch Luc Bessons Film „Rausch der Tiefe“ (The Big Blue) aus dem Jahr 1988 an Bekanntheit gewonnen. Zahlreiche Grotten und Felsspalten bieten Lebensraum für vielfältige Tiere und Pflanzen wie Tintenfische Meeresmargeriten, Mondfische oder Garnelen.

Aci Trezza:
Die kleinen Zyklopeninseln unmittelbar vor der Ostküste sind vor allem bei Schnorchlern sehr beliebt. Bei der Umrundung der einzelnen Felseninseln vulkanischen Ursprungs kann die üppige Unterwassertier- und Pflanzenwelt bestaunt werden. Das Gebiet rund um die Felsen im Wasser ist als Schutzgebiet ausgewiesen und hat auch für Taucheinsteiger viel zu bieten.

Klettern und Bouldern

Am Nordwestzipfel Siziliens hat sich vor allem der Ort San Vito lo Capo als Kletterparadies bei den Bergsportfreunden herumgesprochen. Dort an der Küste, aber auch im Hinterland rund um Palermo ist die Landschaft geprägt von zerklüfteten Kalksteinfelsen. Neben kürzeren Sportkletterrouten und Felsen, die für Bouldersportler geeignet sind, finden sich am Monte Pellegrino zudem verschiedene Mehrseillängentouren mit alpinem Charakter.

Gerade San Vito lo Capo bietet eine Vielzahl an unterschiedlichen Routen in allen Schwierigkeitsstufen – und dies in unmittelbarer Nähe des Meeres. Nicht alle der Felsklippen in der Gegend sind bisher für Kletterer erschlossen, einige warten immer noch auf eine „Erstbegehung“. Der Sport ist auf der Insel noch nicht sehr verbreitet, deshalb sind die Felsen auch in der Hauptsaison nicht überlaufen.

Reisetipp!
Am Fusse des Ätna sind statt des rauen Kalks festere Sandsteinfelsen zu finden. Auch verschiedene Bouldermöglichkeiten sind hier vorhanden. Wer in der Nähe des Vulkans klettert, sollte die Tour unbedingt mit einem Ausflug hoch in die unwirtliche Lavalandschaft verbinden.

Surfen und Paddeln

Die grösste Mittelmeerinsel hat rund 1‘152 Kilometer Küstenlänge zu bieten. Für Wellenreiter ist die beste Reisezeit abseits der wärmsten Sommermonate Juli und August. Wenn die Strände von den zahlreichen Badeurlaubern belegt werden, sind die Wellen nämlich am niedrigsten. Vielleicht hat sich Sizilien gerade deshalb noch nicht als besonderer Surfspot in Europa etabliert. Gerade an der Westküste gibt es jedoch einige Buchten mit hervorragenden Bedingungen.

Zum Windsurfen finden sich die besten Voraussetzungen an der Süd- und Westküste, wo der heisse Wind aus Afrika auf die Insel trifft. Auch die besondere Thermik in der Meeresenge von Messina im Osten ist gut geeignet um sich mit dem Board aufs Wasser zu wagen.

Für Kitesurfer ist es ebenfalls empfehlenswert, die Hauptreisezeit zu meiden, und eher im Spätsommer und der Nebensaison im Frühjahr auf die Insel zu kommen. Dann ist der Wind, der aus der Sahara kommt, und im Hochsommer oft mit 30 Grad um die Ohren weht, nicht so heiss. Im Südosten Siziliens sind abseits der üblichen Ferienzeit die zahlreichen flachen Strände mit Stehgewässer bis 200 Meter ins Meer meist Menschenleer. Eine der grössten Flachwasserlagunen Europas, lo Stagnone, findet sich in Marsala am äussersten Westen.

Das oft glasklare Wasser lädt ausserdem dazu ein, die Buchten mit einem Kanu oder Kajak zu erkunden. Rund um die Liparischen Inseln im Sizilien -urlaubNordosten, und hier besonders die Insel Vulcano, kann die Schönheit der Wasserwelt vom Boot aus erlebt werden. Auch im Osten hat Sizilien nicht nur für Taucher etwas zu bieten. Die Küste vor Catania oder Syrakus wartet neben den Vulkanfelsen mit kleinen Höhlen oder Felsspalten auf, die vom Wasser aus zugänglich sind.

Aber auch im Landesinneren, am Ätna oder im Nationalpark Pollino, finden sich einige tolle Bäche und Wildwasserrouten, die sich durch das Vulkangestein gegraben haben. Auf dem Fluss Alcantara am Fusse des Ätna werden zudem Raftingtouren angeboten.   

Skifahren und Boarden

Auch Wintersportfreunde finden auf der Insel ihr Glück. Die Skisaison dauert auf dem Ätna etwa von Dezember bis März oder April. Nördlich und südlich des Hauptkraters erstrecken sich die zwei grössten Pistengebiete: Linguaglossa (Ätna Nord) und Nicolosi (Ätna Süd). Mehrere Schlepplifte und eine Seilbahn erschliessen die Hänge für die Touristen. Nicht nur Boarder und Abfahrtsfahrer kommen hier auf ihre Kosten. Zusätzlich sind rund 16 Kilometer Loipen für Langläufer zu finden.

Wenn die Temperaturen im Frühjahr an der Küste schon hoch genug sind kann das Pistenvergnügen mit dem ersten Bad im Meer verbunden werden. Diese einmalige Gelegenheit bietet sich wohl nur auf der südlichsten Insel Italiens.