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Kunst & Kultur

Siziliens Schätze aus drei Jahrtausenden

Phönizische Wehrtürme, griechische Tempel, antike römische Villen, byzantinische Mosaiken, die einzigartigen normannischen Kirchen, Klosterbauten, Festungen und Paläste, katalanische Gotik, barocke Prachtentfaltung und ein ganzes Liberty-Quartier in der Hauptstadt Palermo – viele Herrschaften, die im Laufe der letzten 3000 Jahre versuchten, sich Siziliens zu bemächtigen, haben auf der Insel ihre kulturellen Spuren hinterlassen. Sie machen die größte Insel des Mittelmeers im Schnittpunkt von Orient und Okzident zu einer Schatzkammer, in der es bis heute immer wieder Neues zu entdecken ist.

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Teatro Massimo (Palermo)

Im Osten bezaubert das auf einer Terrasse 200 Meter hoch über dem ionischen Meer gelegene Taormina, das von adeligen Bildungsreisenden aus England vor 150 Jahren als idealer Luftkurort für die Wintermonate entdeckt wurde. Bis zu 150.000 Touristen lassen sich alljährlich hinreißen von der antiken Theateranlage, die von den alten Griechen vor 2500 Jahren gebaut und von den Römern 300 Jahre später nach und nach ausgebaut und zu einer Arena für Gladiatorenkämpfe umfunktioniert wurde. Durch die Lücke in der vor 200 Jahren teilweise eingestürzten Südwand des Theaters fällt der Blick auf den Ätna, den größten aktiven Vulkan Europas. Es ist nicht zuletzt diese spektakuläre Aussicht, gerahmt von griechischen und römischen Konstruktionselementen, die das Bauwerk für viele Globetrotter zur schönstgelegenen Theateranlage der Welt macht.

 

 

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Taormina

Im Westen der Insel wartet Palermo auf mit prachtvollen Zeugnissen einer Bau- und Ausstattungskunst, die es so nirgendwo sonst auf der Welt gibt: mit dem normannischen Stil, der arabische, romanische und byzantinische Elemente vereint.

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Castello della Zisa (Palermo)

Wer die Zisa, ein Jagd- und Lustschlösschen aus dem 13. Jahrhundert, die Goldmosaiken der Capella Palatina, die Kirchen San Giovanni degli Eremiti und die Domkirchen von Monreale, Cefalù und Palermo gesehen hat, kann sich ein Bild davon machen, welche glanzvolle Epoche der Westen Siziliens vor 1000 Jahren erlebt haben muss. Auch wenn keine Spur mehr zu entdecken ist von den über 100 Moscheen, die einst in Palermo standen, damals, als es die Hauptstadt des Kalifats der Emire Kalbiti war. Palermo hatte seinerzeit seine bedeutendste Blütezeit – dank der überlegenen Zivilisation und Kultur der Araber, deren Errungenschaften auf den Gebieten der Naturwissenschaften, der Mathematik, der Philosophie, der Architektur, der ärztlichen Kunst und der agrarischen Techniken sich ebenso wie das arabische Zahlensystem von Sizilien aus nach Mitteleuropa ausbreiteten.

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Kashba in Mazara
del Vallo

Das Gassengewirr der Altstadt von Palermo oder jener von Trapani verrät auch heute noch die Handschrift arabischer Städteplaner, der Name der Stadt Marsala leitet sich ab aus dem arabischen Marsa Allah (Hafen Gottes) und Mazara del Vallo, der größte Fischereihafen Italiens, dürfte als einzige Stadt Europas mit einer Kashba, einem arabisch geprägten Händlerviertel, aufwarten. Es gibt ein Islamisches Kulturinstitut, und die bis heute funktionierende Brückenfunktion der Insel wird auch an nüchternen Wirtsachaftsdaten deutlich: Rund zwei Drittel des sizilianischen Außenhandels wird heute mit den Ländern Nordafrikas abgewickelt.

Sizilien ist ferner die Insel des Barock, der im Südosten der Insel regelrechte Orgien feiert. Die 23.000 Einwohner zählende Noto, das nach einem vernichtenden Erdbeben im Jahre 1693 an neuem Ort wiederaufgebaut wurde, zählt nicht weniger als 23 meist ausladende, mit großen Freitreppen versehene Kirchen, 19 Klöster und 15 Adelspaläste, fast ausnahmslos im Stile eines großartig jubilierenden Barock. Ähnliches gilt für die Städte Modica, Ragusa und Avola. Die im 17. und 18. Jahrhundert neu geschaffenen, prächtigen Städte und auch die damalige Neubautätigkeit in den großen Zentren der Insel zeugen vom Kunstsinn und von der Vitalität sizilianischer Adelsgeschlechter, einer Lebenslust, die allerdings vielfach auf Kosten der armen Landbevölkerung ausgetragen wurde.

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Doch auch das Volk hat seine Kunst hervorgebracht. Sie schmückt den Alltag aus. Das gilt für die liebevoll verzierten Eselskarren, die zumindest für die Touristen auch heute noch unterwegs sind, für die eindrucksvolle, vielfältige Keramikproduktion und die bunten Trachten bei den zahlreichen Volksfesten. Ferner manifestiert sich die Kunst des Volkes in den kirchlichen Gebräuchen, bei den großen feierlichen Prozessionen der Karwoche und den Festen der Stadt- und Dorfheiligen.

Den etwa 5 Millionen Sizilianern stehen heute drei Universitäten zur Verfügung, in Palermo, Catania und Messina, ferner ein universitärer Ableger für Architektur in Syrakus. Die zuletzt erwähnte Stadt, die heute gut 120.000 Einwohner zählt, war unter den alten Griechen, die sie vor über 2500 Jahren zur Inselhauptstadt ausbauten, fast zehn Mal so groß. Syrakus war die mächtigste Stadt Großgriechenlands und die Stadt, in der Archimedes lehrte und wirkte.

Typisch sizilianisch – wohnen wie in Süditalien

Ob des derzeitigen Wetters träumen viele von uns von den letzten Ferien auf Sizilien. Leider ist die nächste Reise nach Italien noch weit entfernt. Jedoch können wir uns die Wartezeit versüssen, indem wir unser Zuhause umdekorieren, und zwar im typischen sizilianischen Stil.

Sizilianisches Flair ins Haus zu holen, ist glücklicherweise alles andere als schwer. Der Grund: Auf der Insel in Süditalien treffen wir so viele unterschiedliche Stile an, dass wir bei der Auswahl unserer Dekoration und Heimtextilien kaum danebenliegen können. Dabei ist es insbesondere die sizilianische Hauptstadt Palermo, die gleich mehrere Stile und Epochen in sich vereint. Neben antiken Villen im römischen Baustil entdecken wir dort auch griechische Tempel oder aber arabisch anmutende Bauten. Besonders charakteristisch ist jedoch der barocke Stil, der sich im Übrigen auch in deutschen Wohnzimmern fantastisch umsetzen lässt.

Textilien -Sizilien
© zalando.ch
Barocke Ornamente erinnern an Sizilien

Die nötigen Wohnaccessoires und Heimtextilien können wir auch hierzulande zum Beispiel bei Zalando.ch erstehen, sodass wir mit dem Umdekorieren nicht bis zu den nächsten Ferien auf Sizilien warten müssen. Tatsächlich ist die Auswahl an dekorativen Gegenständen im barocken Stil riesig, was daran liegen dürfte, dass die typischen Ornamente auch in der Schweiz voll im Trend liegen. Ohne viel Mühe entdecken wir somit Tischdecken, Kissen oder Bettwäsche mit barockem Aufdruck oder aber Garderobenhaken und Bilderrahmen im pompösen, schnörkeligen Stil. Eine kleine Auswahl haben wir für Sie in einer Collage zusammengestellt.

Wer zusätzlich arabische Elemente oder aber den Prunk der Klöster sizilianischer Städte in seine Einrichtung einfliessen lassen möchte, kann dies mithilfe orientalischer Teppiche sowie mit der Farbe Gold tun. Setzen Sie Gold jedoch sparsam ein und kombinieren Sie die Farbe mit mediterranen Farbtönen – allzu bunt geht es in den Villen der Insel nämlich nicht zu. Vielmehr reduziert man sich auch hier wie im Rest Italiens vornehmlich auf helle, warme Farben. Buchstäblich tonangebend sind dabei Nuancen wie Beige oder Champagner, und als Akzentfarben kommen Brauntöne oder aber die auffälligeren Farben Orange und Gelb zum Einsatz. Gepaart werden die Farben dabei im Übrigen typischerweise mit dunklen Holzmöbeln, die den Eindruck von Wärme und Gemütlichkeit nochmals verstärken.

Das traditionelle Sizilien mit dem Auto erkunden

Wer nach Sizilien kommt, der sollte sich am besten gleich mehrere Orte auf der Sonneninsel ansehen. Die gut befahrbaren Küstenstrassen laden geradezu dazu ein, am Meer entlang die Insel hautnah und mit allen Sinnen zu erleben.

Vorteile einer Auto-Tour

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© Christof Koepsel
Digital Vision/Thinkstock

Wer mit dem Auto durch die fast 26.000 Quadratmeter grosse Insel Sizilien tourt, der ist sicherlich freier in der Ausgestaltung seines Urlaubs. Denn neben den Hotels in den Städten gibt es auch in den ländlicheren Gebieten viele Übernachtungsmöglichkeiten, die eigentlich nie ausgebucht sind und noch viel von dem ursprünglichen Sizilien bieten. Wenn man selbst mit dem Auto anreist und keines mieten möchte, sollte man vorher allerdings einen Blick auf den Zustand des Fahrzeugs werfen. Die Reifen bilden dabei die Grundlage einer sicheren Reise. Sollte die Reifenprofiltiefe unter 1,6 Millimetern liegen, müssen zur eigenen Sicherheit neue Pneus her. Unter Tirendo.ch kann man eine gute Auswahl an Reifennach Hause bestellen.

Route für das traditionelle Sizilien

Als Startpunkt der Tour über die grösste Mittelmeerinsel bietet sich für Autofahrer die sizilianische Hauptstadt Palermo an, denn hier docken die meisten Fähren vom italienischen Festland an. Ein Verweilen in dieser Stadt lohnt sich in jedem Fall. Alte Gemäuer, Museen wie das Völkerkundemuseum (Museo Etnografico) oder imposante Kirchenbauten zeugen von der bewegten sizilianischen Vergangenheit. Weiter geht es in das typisch italienische Städtchen Gioiosa Marea. Hier lohnt sich ein Anschauen der alten Ruinen der Stadt. Vor allem die Landwirtschaft spielt hier eine grosse Rolle. Wer es besonders traditionell mag, für den eignen sich vielleicht auch die landestypischen Farmhäuser zur Übernachtung. Das Agriturismo Santa Margherita beispielsweise liegt zwischen Messina und Milazzo, sodass man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und beide Orte von einem Hotel aus besuchen kann. Danach bietet sich die Weiterfahrt nach Catania an. Wer etwas Abwechslung möchte, der kann auch durch das Landesinnere fahren, anstatt die Küstenstrasse zu nehmen, die sich über die gesamte Küstenlänge von 1152 Kilometern erstreckt. Von hier aus kann man dann schließlich mit einer Fähre wieder auf das Festland beispielsweise ins italienische Neapel übersetzen.

Tessin - Das Italien der Schweiz

Urlaub mal woanders und doch dort, wo man italienisch spricht. Dazu eignet sich bestens der südlichste Teil der Schweiz, der direkt an Italien liegt. Die hier lebenden Schweizer sind stolz darauf, italienische Wurzeln mitzubringen und leben diese fröhlich aus. Wer in die Tessiner Region kommt, findet die südliche Seite der Alpen, den Lago Maggiore und traumhafte Ausblicke. Berger und Täler, eine reichhaltige Pflanzenwelt und ja, im Süden der Schweiz wachsen auch Palmen. Warum also nicht gleich eine der komfortablen Ferienunterkünfte mieten, bequem anreisen und den nächsten Tag den Morgen mit einem malerischen Ausblick beginnen?

Ferienwohnungen im Tessin

Auf einem neuen Portal, das Ihnen exzellente Ferienunterkünfte anbietet, planen Sie mit einem Klick bereits die nächste Reise. Tessin-Ferienwonungen hält tolle Angebote für Sie bereit, um den Schweizer Kanton einmal aus nächster Nähe kennenzulernen. Modern eingerichtete Ferienobjekte, die Sie mit einem Rundumblick direkt vom Reiseportal erkennen können, machen Lust auf ein paar schöne Urlaubstage. Darüber hinaus bietet der Vermittler für Unterkünfte im Tessiner Raum interessante Informationen über Ausflugsziele für Ferien in Locarno, Brissago oder Ascona.
Ob Sie am nördlichen Ufer des Lago Maggiore die Sonne geniessen oder nach Ascona in die Jazz-Stadt der Schweiz fahren - Sie erleben hier ein wohl einmaliges Flair in einer Umgebung mit vielen Sonnenstunden im Jahr. Entfliehen Sie der Arbeit und entspannen Sie ganz einfach hier in einem wunderschönen Ferienaus der italienischen Schweiz!