Die Hausinsel der Palermitaner |
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Sizilianische Inseln
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Das Taucherparadies namens Ustica ist eine Art Hausinsel der Palermitaner, gerade recht für einen Tagesausflug, bestens geeignet, um sich kräftig auszulüften und den Dunst der Millionenmetropole loszuwerden. Mit schnellen und langsameren Booten erreicht man die etwa 65 Kilometer im Norden Siziliens gelegene Insel, die 1350 Einwohner hat. Das erste Tragflügelboot startet um 8.15 Uhr im Hafen von Palermo, letzte Rückfahrt ist um 19.20 Uhr.
Wer das letzte Boot verpasst, braucht nicht zu verzweifeln, es gibt
ausreichend gastliche Stätten auf Ustica, wo man gerne frischen Fisch,
besonders gerne gefüllte Tintenfische (Calamari imbottiti) verspeist
und auch sein müdes Haupt gemütlich betten kann. Am besten bei Angelo
Tranchina im Ariston, Telefon +39-091-8449335.
Der Name Ustica leitet sich ab von dem griechischen Wort „osteodes“
für „Beinhaus“. So nannten die Alten Griechen das Inselchen, weil sie
dort nach dessen Eroberung 6000 Leichen fanden. Negative Schlagzeilen
machte Ustica auch gut 2500 Jahre später: Am 27. Juni des Jahrs 1980
wurde nahe der Insel eine Verkehrsmaschine der Alitalia von einer
Rakete abgeschossen, die wohl ein US-amerikanischer Kampfjet abgefeuert
hatte. Sie galt wahrscheinlich einem Flugzeug in der Nähe, in dem die
CIA den Lybischen Staatschef Moammer al-Gaddhafi vermutet haben soll.
81 Menschen fanden damals den Tod. Bis heute ist der Vorfall, der von
verschiedenen Geheimdiensten immer noch verschleiert wird, nicht
aufgeklärt worden.
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