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Syrakus

 

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Kuppel der Kathedrale von Syrakus

In ihren besten Zeiten hatte die Stadt mit über 1 Million Menschen fast zehn Mal so viele Einwohner wie heute. Syrakus im Süden der Ostküste Siziliens, die Heimatstadt des Mathematikers und Konstrukteurs Archimedes, die von Siedlern aus Korinth 734 vor Christus gegründet wurde, war über Jahrhunderte hinweg die Metropole Großgriechenlands. Dionysios I. und der II. herrschten hier, unter anderem auch Adranodoros und Hippokrates als dessen Mitregent. Unter den Römern wurde die Stadt vor 1200 Jahren Hauptstadt der Provinz Sizilien, der ersten des Römischen Reiches. Gut 700 Jahre später, als die Insel an Byzanz gefallen war, stieg die Bedeutung der Stadt wieder, und 7 Jahre lang, von 661 bis 668, löste Syrakus sogar Konstantinopel als Hauptstadt des Oströmischen Reiches ab.

Heute ist Syrakus mit seinen 121.000 Einwohnern eine zwar lebendige, aber eher beschauliche Stadt des tiefen europäischen Südens, die mit zahlreichen historischen Zeugnissen und ansehnlichen Kunstschätzen aufzuwarten hat. Besonders eindrucksvoll die Kathedrale von Syrakus, der man trotz der barocken Fassade im Inneren auf den ersten  Blick ansieht, dass sie, die  Kirche Santa Maria delle Colonne, aus einem mehrfach umgebauten griechischen Tempel entstanden ist. Der Tempel war der Göttin Athene geweiht. Nicht weit vom Dom befindet sich der Mittelpunkt der Stadt, die Piazza Archimedes.

Neben Griechen und Römern hinterliessen die Araber, die Normannen, die Staufer und die Borbonen ihre Spuren, wobei das Castello Maniace, eine von Friedrich II. im Jahre 1239 errichtete Festung an der Südspitze der Insel Ortigia, dem innersten historischen Kern der Stadt, besondere Aufmerksamkeit verdient.

Mit dem Foro Italico, einer der schönsten Stadtpromenaden im Mittelmeerraum, mit dem riesigen römischen Amphitheater, mit einem antiken Steinbruch, mit dem Ohr des Dionysos, mit dem griechischen Theater aus dem 5. Jahrhundert vor Christus, mit weitläufigen Katakomben, mit Tempeln und Museen und der von Papyrusstauden bestandenen Süsswasserquelle Aretusa, die unweit des Ionischen Meeres an die Oberfläche dringt, kann Syrakus mit Sehenswürdigkeiten und Schätzen aufwarten, die dazu geführt haben, dass es 2005 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erhoben wurde.