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Siziliens Schätze aus drei Jahrtausenden
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Siziliens Schätze aus drei Jahrtausenden
Siziliens Schätze aus drei Jahrtausenden
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Phönizische Wehrtürme, griechische Tempel, antike römische Villen, byzantinische Mosaiken, die einzigartigen normannischen Kirchen, Klosterbauten, Festungen und Paläste, katalanische Gotik, barocke Prachtentfaltung und ein ganzes Liberty-Quartier in der Hauptstadt Palermo – viele Herrschaften, die im ![]() Palermos Oper Teatro Massimo Im Osten bezaubert das auf einer Terrasse 200 Meter hoch über dem ionischen Meer gelegene Taormina, das von adeligen Bildungsreisenden aus England vor 150 Jahren als idealer Luftkurort für die Wintermonate entdeckt wurde. Bis zu 150.000 Touristen lassen sich alljährlich hinreißen von der antiken Theateranlage, ![]() Antiktheater in Taormina Im Westen der Insel wartet Palermo auf mit prachtvollen Zeugnissen einer Bau- und Ausstattungskunst, die es so nirgendwo sonst auf der Welt gibt: mit dem normannischen Stil, der arabische, romanische und byzantinische Elemente vereint. Wer die Zisa, ein Jagd- und Lustschlösschen aus dem 13. Jahrhundert, die Goldmosaiken ![]() Jagd- und Lustschlösschen Zisa Das Gassengewirr der Altstadt von Palermo oder jener von Trapani verrät auch heute noch die Handschrift arabischer Städteplaner, der Name der Stadt Marsala leitet sich ab aus dem arabischen Marsa Allah (Hafen Gottes) und Mazara del Vallo, der ![]() Kashba in Mazara del Vallo Sizilien ist ferner die Insel des Barock, der im Südosten der Insel regelrechte Orgien feiert. Die 23.000 Einwohner zählende Noto, das nach einem vernichtenden Erdbeben im Jahre 1693 an neuem Ort wiederaufgebaut wurde, zählt nicht weniger als 23 meist ausladende, mit großen Freitreppen versehene Kirchen, 19 Klöster und 15 Adelspaläste, fast ausnahmslos im Stile eines großartig jubilierenden Barock. Ähnliches gilt für die Städte Modica, Ragusa und Avola. Die im 17. und 18. Jahrhundert neu geschaffenen, prächtigen Städte und auch die damalige Neubautätigkeit in den großen Zentren der Insel zeugen vom Kunstsinn und von der Vitalität sizilianischer Adelsgeschlechter, einer Lebenslust, die allerdings vielfach auf Kosten der armen Landbevölkerung ausgetragen wurde. Doch auch das Volk hat seine Kunst hervorgebracht. Sie schmückt den Alltag aus. Das gilt für die liebevoll verzierten Eselskarren, ![]() Den etwa 5 Millionen Sizilianern stehen heute drei Universitäten zur Verfügung, in Palermo, Catania und Messina, ferner ein universitärer Ableger für Architektur in Syrakus. Die zuletzt erwähnte Stadt, die heute gut 120.000 Einwohner zählt, war unter den alten Griechen, die sie vor über 2500 Jahren zur Inselhauptstadt ausbauten, fast zehn Mal so groß. Syrakus war die mächtigste Stadt Großgriechenlands und die Stadt, in der Archimedes lehrte und wirkte. |
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